Photovoltaikanlage der Feldscheune

Foto: NABU/Reiner Bruch
Foto: NABU/Reiner Bruch

PRESSEMITTEILUNG – 13. September 2015

 

50.000 kWh Strom von der Sonne in 6 ½ Jahren

NABU-PV-Anlage übertrifft Erwartungen

 

(Waldems_jh.) Seit Dezember 2008 ist die NABU-PV-Anlage auf dem Dach der Feldscheune in Reichenbach in Betrieb. Seitdem erntet sie reichlich Solarstrom. Im Juli 2015 waren es 50.000kWh. Das ist die Menge Strom, die etwa 15 Durchschnittshaushalte im Jahr verbrauchen. Entsprechend viel Kohlendioxid wurde eingespart: 32.500 Tonnen. Dies ist neben der Vermeidung von Atommüll das Hauptanliegen des NABU.

 

Bemerkenswert ist auch, dass die Leistung der Anlage offensichtlich nahezu konstant geblieben ist. Die Bilanz nach knapp einem Jahr Sonnenernte, so das Ergebnis von Mitte Dezember 2009, waren ca. 8.000 kWh. Der jährliche Durchschnittswert auf die Gesamtzeit berechnet beträgt 7.900 kWh pro Jahr. (1.113,5 kWh pro Jahr und kWp)

 

Nach der Prognose von 2008 hätte die jährliche Einspeisung bei ca. 6.000kWh (850 kWh pro Jahr und kWp) liegen müssen. Dieser Wert wurde bisher um ca. 30% übertroffen. Die Feldscheune ist ohne Zweifel ein optimaler Standort und bei dem stattfindenen Klimawandel wird dieser Wert vermutlich sogar noch steigen.

 

Sehr gut beraten war der NABU Waldems wohl auch mit der Wahl des Installateurs (Fa. Graßmann, Idstein-Wörsdorf) und dessen Empfehlung für die Anlage (REC/Fronius). Nur ganz am Anfang gab es ein kleines technisches Problem, was sehr schnell und unbürokratisch gelöst wurde. Seitdem gab es keine Zwischenfälle mehr. Toi, toi, toi.

 

Beachtlich welche Erfolgsgeschichte der einst so belächelte Solarstrom bisher zurückgelegt hat. 2008 wurde er noch mit 0,4675 €/kWh gefördert, heute sind es weniger als 0,12 €/kWh, die auf den Stromkunden umgelegt werden. Entsprechend sind die Preise für die Solaranlagen zurückgegangen. Kosteten im Jahr 2008 Solarstrommodule pro kWp ca.
4.500 €, so sind es aktuell weniger als 1.500 €. Da die Möglichkeit besteht, den selbst produzierten Strom auch selbst zu nutzen, amortisiert sich die Anschaffung in wenigen Jahren.

 

In Anbetracht dieser Fakten ist es heutzutage völlig unverständlich, dass die EU-Kommission gigantische Subventionen für das AKW Hinkley Point in Großbritannien gebilligt hat. Die Einspeisevergütung für Atomstrom liegt jetzt schon höher als die Vergütung für Solar- oder Windstrom. 2058 werden es mehr als 35Cent für die Kernenergie, aber 0% für die Regenerativen Energien sein.

 

„Wer die Möglichkeit hat, eine Solaranlage zu betreiben und dies dann auch tut, nimmt aktiv an der Erfolgsgeschichte der Erneuerbaren Energien teil und hat  sicherlich finanziell mehr davon, als das Geld auf dem Sparkonto zu parken“, rät Josef Hartmann, der Solarstrom-Beauftragte des NABU Waldems.